Zum Hacks-Jubiläums-Jahr

Der private Peter Hacks

Der Dichter Peter Hacks, der Formvollendete, der vehemente Streiter für seine politischen Ideale – wie war er als Privatmensch? Auch wenn er selbst diese Frage für das Werk als irrelevant eingeschätzt hat, die Neugier treibt uns Leser doch um.
Ganz unbefriedigt lässt er uns nicht, denn Hacks war selbst sein bester Archivar, etwa für seine Briefwechsel. Und so konnte 2013 »Peter Hacks schreibt an ›Mamama‹« erscheinen, die gesammelte Familienkorresponzenz. Zu einem Brief pro Woche verpflichtete sich der junge Mann gegenüber seiner Mutter, als er 1955 in die DDR übersiedelte. Kuriose Einkaufslisten (»Besonders richtig waren die Marshmallows. Wir wollen Marshmallows. We want Marshmallows.«) und Berichte über seine Antiquitätenkäufe stehen dort gleichberechtigt neben politischen Einschätzungen, Szenen aus den Berliner Künstlerkreisen und Nachrichten aus der Dichterwerkstatt. Später kommt der hitzige Streit mit dem ganz anders gepolten Bruder Jakob hinzu, alles gespiegelt durch Hacks' Lust an der gehobenen Plauderei und der Pointe. Das ist Hacks-, Künstler-, Zeitporträt und kurzweiliger Lesegenuss – alles in einem.

Gewinnspiel

Findiger Redakteur und strenger Lehrmeister, weiser Philosoph und manischer Arbeiter, exzessiver Leser und schlechter Verlierer, gedankenloser Geldverschwender und mittellos Vertriebener, genusssüchtiger Lebemann, gebeutelter Kranker und ewiger Idealist. Kurz: Karl Marx. Am 5. Mai 2018 jährt sich der Geburtstag von Karl Marx zum 200. Mal. Wir bringen noch einmal Licht in die tiefen Zentren des Marxschen Denkens! Mit unserem Marx-Jubiläumspaket erhellen wir Marx’ zutiefst widersprüchlichen Charakter und erlauben auf unterhaltende Weise eine stets faktisch untersetzte Annäherung an Person und Werk. Jetzt mitmachen und ein Marx-Jubiläumspaket gewinnen! 

Hier geht’s zum Gewinnspiel

Zum Hacks-Jubiläums-Jahr

Peter Hacks und das Klassische in der Gegenwart

Zwei Autoren teilen sich den deutschen Literaturthron für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts: Arno Schmidt für die Prosa und Peter Hacks für die Dramatik. Das befand Peter Hacks selbst.

Ist das überbordendes Selbstbewusstsein? Fest steht: Kaum einer verband so virtuos handwerkliche Meisterschaft mit gestochen scharfem Witz und großen Stoffen. Viele der über fünfzig Hacks-Stücke sind große Theatererfolge geworden, kein Dramatiker wurde in den 70er Jahren häufiger auf deutschsprachigen Bühnen gespielt – nicht Max Frisch, nicht Friedrich Dürrenmatt.

Zum Hacks-Jubiläums-Jahr

Was du denkst, hat Hacks längst aufgeschrieben. Zum Jubiläums-Jahr von Peter Hacks: Nur wenige Dichter des vorigen Jahrhunderts sind noch so bekannt, geläufig, populär wie Peter Hacks, werden gespielt, zitiert und in die Schulbücher gedruckt wie er. Seit 2003, dem Jahr seines 75. Geburtstages wie seines Todes, liegt bei Eulenspiegel eine kanonische Werkausgabe vor, seither sind zahlreiche weitere Bücher von ihm und über ihn erschienen. Jeder also kann ihn kennen, und viele kennen ihn wirklich: durch Gedichte wie »Der Herbst steht auf der Leiter« oder durch eins der meistgespielten Stücke unserer Zeit, »Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe«.
Jubiläum

Vera Friedländer stand am 27. Februar vor 75 Jahren  - an ihrem 15. Geburtstag - in der Großen Hamburger Straße mit vielen anderen Menschen. Ihre Mutter war, wie die Angehörigen der Umstehenden, von den Nazis festgenommen worden. Sie sollten deportiert werden. »Fabrikaktion« nannte die Gestapo diese Arretierung Tausender Berliner Juden, die mit einem »arischen« Partner verheiratet waren. Der einzige Protest dieser Art im Nazireich war erfolgreich, die Frauen und Männer kamen frei. Möglicherweise ist Vera Friedländer die letzte lebende Augenzeugin jenes denkwürdigen Tages im Februar 1943. Danach wurde sie selbst zur Zwangsarbeit gezwungen, worüber sie in ihrem Buch »Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander« berichtet.