Buchtipp

Ein Schauspieler spielt selten allein
Beide beginnen ihre Schauspielkarriere in der DDR. Kleinert arbeitet am Deutschen Theater, spielt in DEFA-Filmen und auch in Serien wie »Polizeiruf 110« mit und ist im Oscar-prämierten Spielfilm »Das Leben der Anderen« zu sehen. Regina Beyer wird gleich nach ihrem Schauspielstudium in der Komödie »Hauptmann Florian von der Mühle« als weibliche Hauptrolle neben Manfred Krug besetzt und schlagartig populär. Von nun an ist sie nicht mehr wegzudenken aus DEFA-Filmen und Serien des DDR Fernsehens, mehr als hundert Rollen weist ihre Filmografie aus.

Unsere Bücher für Sie!

Vor 30 Jahren öffnete die DDR ihre Grenzübergänge in Richtung Westen, ein großes Ereignis für die Menschen in Ost- wie Westdeutschland. Die Eulenspiegel Verlagsgruppe hat sich des Themas angenommen und wirft auf die Wendungen der Geschichte einen authentischen Blick. Der unterscheidet sich von den Klischees, die seit 30 Jahren von Politik und Medien verbreitet werden. Mit kritischen Büchern über die seinerzeitigen Ereignisse und das heutige Geschichtsbewusstsein möchten wir unseren Lesern die Augen öffnen. Da ist zunächst das Buch von Egon Krenz Wir und die Russen, in dem er exklusiv berichtet von dem schwierigen Verhältnis der DDR zum »großen Bruder« und sichtbar macht, welche Kräfte maßgeblich den Frieden bewahrten und 1989/90 dafür sorgten, dass aus dem Kalten Krieg am Ende nicht noch ein heißer Krieg wurde.

Neuerscheinung

Interessantes Interview auf sputnik news: Um den Linkepolitiker Diether Dehm gibt es zahlreiche Skandale: Er war DDR-Spion, Antisemit, Beihelfer der RAF und sogar ein Mörder - jedoch nur, wenn man bestimmten Medien Glauben schenken mag. Nun hat Dehm ein Buch geschrieben, in dem er nicht einfach die Mythen um seine Person auflistet, sondern provokant Medien und Geheimdienste entlarvt. In dem frisch erschienenen Buch »Meine schönsten Skandale: Von Ruf- und anderen Morden« (Verlag: Das Neue Berlin) nimmt der Bundestagsabgeordnete Diether Dehm kein Blatt vor den Mund: Schonungslos klärt er auf, wie Geheimdienste und Medien gezielt Verschwörungstheorien und Skandalgeschichten entwickeln.

Lesungen

Zu seinem Handwerk gehört die Provokation.
In seinem Buch »In der DDR war ich glücklich. Trotzdem kämpfe ich für die Einheit« schildert Diestel seine Begegnungen mit den letzten Polit-Akteuren der DDR und spricht über die spannenden Tage im Jahr 1990, in denen er Innenminister der ersten frei gewählten DDR-Regierung war. Kritisch beschreibt er, warum die deutsche Einheit auch drei Jahrzehnte später immer noch nicht erreicht ist. Und er berichtet über seine Zeit als Präsident von Hansa Rostock und seine Tätigkeit als streitbarer Promi-Anwalt, der er bis heute ist.

12. November, 20:00 Uhr
Thalia Schwerin
Marienpl. 5-6
19053 Schwerin

Buchtipp

Erledigt hatte es sich mit dem »Da sind wir aber immer noch«, als die DDR vor dreißig Jahren von der Landkarte verschwand. Nun hieß es »vergangen, vergessen, vorüber« … Moment mal, da steht doch noch so einiges rum? Da gibt es noch was zu sehen, zu hören, zu schmecken, zu besichtigen und sogar zu benutzen. Dass da weit mehr zu entdecken ist als Sandmännchen, grüner Pfeil und Club-Cola, zeigt dieses Buch. Es sichtet und sammelt erstaunliche Fakten über Denkmäler, Bauwerke, Kunst, Produkte; über seinerzeit gestiftete Preise, die noch immer verliehen werden, seinerzeit gegründete Museen, die ihre Pforten bis heute öffnen, seinerzeit ins Leben gerufene Festivals, die sich immer noch regen Zuspruchs erfreuen.