Dich hat der Esel im Galopp verloren
Ellen Schwiers, Marte von Have

Dich hat der Esel im Galopp verloren

Lebenserinnerungen

272 Seiten, 12,5 x 21 cm, mit Fotos
geb. mit Bildteil
erscheint 21. Juni 2019
Buch 22,– €

ISBN 978-3-355-01883-8

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Ellen Schwiers: Lebenserinnerungen einer großen deutschen Schauspielerin
Siebzig Jahre lang stand sie auf der Bühne, wo sie sich als Darstellerin großer Frauenrollen einen Namen machte, spielte in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen mit, war als erste Frau überhaupt Intendantin von Festspielen und leitete ein Jahrzehnt lang die Burgfestpiele in Jagsthausen, bis sie schließlich ihr eigenes Tourneetheater gründete. In den frühen Fernsehjahren oft als Femme fatale und abgründig-geheimnisvolle Schönheit besetzt, bewies sie sich alsbald als Charakterdarstellerin. Dabei wollte sie auf keinen Fall Schauspielerin werden. Zu chaotisch, unbeständig und arm empfand sie ihre Kindheit in der Schauspielerfamilie Schwiers. Doch in den mageren Nachkriegsjahren bot sich der Sechzehnjährigen als erste Gelegenheit, überhaupt eigenes Geld zu verdienen, ausgerechnet die Arbeit als Souffleuse in der Schauspieltruppe ihres Vaters. Und weil sie bald alle Rollen auswendig konnte und einsprang, als eines Abends die Hauptdarstellerin ausfiel, kam es, wie es kommen musste ... »Mit fünfundachtzig Jahren habe ich meine letzte Vorstellung gegeben. Ich bin dankbar für mein aufregendes Leben«, sagt sie in diesem Buch. »Dich hat der Esel im Galopp verloren« sind die persönlichen Lebenserinnerungen von Ellen Schwiers, einer herausragenden Schauspielerin und starken Frau, die auch in schwierigen Zeiten mit Mut, Fleiß und Klarsicht bewies, wie man auf der Bühne erfolgreich sein kann, ohne sich zu verbiegen. Die Trägerin des Deutschen Schauspielpreises schildert ihre Kindheit im Nationalsozialismus und die Erfahrungen als junge Frau in der Nachkriegszeit, spricht über Theater- und Dreharbeiten, Begegnungen und Freundschaften, über ihre große Liebe, die sie erst in reifen Jahren fand und auf überaus tragische Weise wieder verlor. Weitere Schicksalsschläge folgten, aber auch wieder Mutmachendes, Heiteres, spannende Aufgaben und neue Herausforderungen. Sie arbeitete unter anderem mit Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch, Lilli Palmer, Joachim Fuchsberger, Billy Wilder, Bernardo Bertolucci, Robert de Niro und Burt Lancaster zusammen. Im deutschen Fernsehen wirkte sie in der allerersten Fernsehserie mit und in Filmen, die seinerzeit »Straßenfeger« waren und für viele Zuschauer unvergessen sind, so der »Der rote Schal« oder »Onkel Silas«. Sie drehte den Klassiker »Das Erbe von Björndal« und wurde mit Krimi-Serien wie »Derrick«, »Tatort« oder »Der Bulle von Tölz« einem Millionen-Publikum bekannt. Das Buch lässt tief in die Biografie der Schauspielerin blicken und zeigt ihr bewegtes privates und berufliches Leben. Mit einem Vorwort von Tochter Katerina Jacob.

Ellen Schwiers

Ellen Schwiers wurde 1930 in Stettin in eine Schauspielerfamilie geboren. In vielen Filmen und Stücken wie Das Erbe von Björndal, Der letzte Zeuge, Der rote Schal oder auch als Buhlschaft in Jedermann oder als Lady Macbeth stellte sie problematische, verführerische Frauen dar, die Unruhe in das geordnete Leben ihrer Mitmenschen bringen.  1956 heiratete sie den Filmproduzenten Peter Jacob, den früheren Ehemann von Leni Riefenstahl. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Tochter Katerina Jacob, die ebenfalls Schauspielerin wurde und Sohn Daniel Jacob, der im Alter von 21 Jahren an einem Tumor verstarb.
Bei den Burgfestspielen Jagsthausen spielte sie die Adelheid im Götz von Berlichingen und weitere Rollen. 1984 wurde sie dort Intendantin.
1982 gründete Ellen Schwiers zusammen mit ihrem Ehemann und ihrer Tochter das Tourneetheater Das Ensemble. Auch ihr Bruder Holger sowie ihre Enkelin Josephine Jacob sind als Schauspieler tätig und mit Urenkel Kaniel Jacob-Cross setzt die nächste Generation die Familientradition fort. Ellen Schwiers verstarb am 26. April 2019 in ihrem Haus am Starnberger See.

Marte von Have

Marte von Have studierte Literaturwissenschaften und Schauspiel. Sie arbeitete beim Fernsehsender SAT.1 sowie der UFA Filmproduktion. Als Mentorin für Persönlichkeitsentwicklung und als Business-Coach war sie als selbständige Beraterin tätig und leitete verschiedene Mentoring-Programme für die Hamburg Media School und die Universität Hamburg. 2018 wurde die Theater-Adaption von Swimming Pool am Fleetstreet Theater in Hamburg als Lesung aufgeführt, deren Co-Autorin sie ist. Marte von Have hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie in Hamburg.
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