Günter Höhne

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Günter Höhne

Günter Höhne, geboren 1943 in Zwickau, arbeitete nach einem Pädagogik-Fachschulstudium als Lehrer und Schuldirektor bis 1968, danach als Rundfunkjournalist. Ende der siebziger Jahre, nach einem Journalistik-Fernstudium an der Karl-Marx-Universität wurde er als Literaturredakteur bei der kulturpolitischen Wochenzeitung Sonntag eingestellt. Mitte der achtziger Jahre holte ihn Staatssekretär Kelm an das Amt für industrielle Formgestaltung, wo er von 1984 bis 1989 als Chefredakteur die Design-Fachzeitschrift form+zweck verantwortete. Nach dem Ende der DDR und den gescheiterten Bemühungen, vergleichbare Institution in Ost und West zusammenzuführen, arbeitete Höhne eine Zeitlang, bis zu deren Einstellung 1995, bei der Tageszeitung Neue Zeit als Ressortleiter. Seither ist er als freier Designpublizist tätig, sammelt DDR-Design, die Nachlässe von DDR-Formgestaltern und arbeitet darüber. 2012 wurden zahlreiche seiner gesammelten Objekte im DDR-Design von der Neuen Sammlung in der Pinakothek der Moderne in München übernommen. Weitere Teile seiner Sammlung werden im Grassimuseum Leipzig, im Werkbundarchiv – Museum der Dinge (Berlin), im Sächsischen Industriemuseum (Chemnitz), im Stadtmuseum Halle (Saale), im Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt und im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR (Eisenhüttenstadt) gezeigt. Daneben schreibt Höhne literarische Texte. Für diese wurde er u. a. mit dem erzgebirgischen Kammweg-Literaturförderpreis ausgezeichnet.
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