Onlineveranstaltung: Die Befreiung – Geschichten und Denkmale

Ausstellung »Denkmale der Befreiung. Spuren der Roten Armee in Deutschland«

sowie
Buchvorstellung und Diskussion »Der 8. Mai. Geschichte eines Tages«

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Mit: Gesine Lötzsch, Alexander Rahr, Frank Schumann, Moderation: Stefan Huth (jW-Chefredaktion)

Eine bedrückende Lage: Auch 75 Jahre nach dem Sieg der Alliierten über den Hitlerfaschismus ist der Umgang mit diesem Ereignis in Deutschland Gegenstand geschichtspolitischer Debatten. Ihre Ausrichtung verdeutlicht die Kontroverse um die Frage, ob der 8. Mai in der gesamten Bundesrepublik als gesetzlicher Feiertag begangen werden soll – wie einst in der DDR. Angesichts dessen sind klare Positionen, die im Bundestag die Abgeordnete Gesine Lötzsch oder Alexander Rahr in dem von ihm herausgegebenen, eben diesem Tag gewidmeten Buch beziehen, von besonderem Gewicht. »Am 8. Mai 1945 befreite die Rote Armee ... Europa« schreibt Rahr und spricht von einem »der bedeutendsten Daten der Weltgeschichte«, das »noch in 1000 Jahren in den Geschichtsbüchern stehen wird«. Anhand eindrucksvoller Geschichten von Zeitzeugen zeigt er die Tragweite dieser historischen Tat.

Die Befreier würdigt auf besondere Weise der von Frank und Fritz Schumann vorgelegte Bildband. Ausgewählte Motive daraus werden bis 22. Juni 2020 im Rahmen einer gleichnamigen Ausstellung »Denkmale der Befreiung. Spuren der Roten Armee in Deutschland« in der jW-Ladengalerie zu sehen sein. Zur Eröffnung vorgestellt werden sie von Fritz Schumann im Gespräch mit Stefan Huth. Die anschließende Podiumsdiskussion ist vor allem der Frage gewidmet, wie man der Befreiung und Befreiern gerecht wird und dabei die historischen Lehren mit Blick auf eine friedliche Zukunft von Russen und Deutschen, Europas und der Welt bewahrt.