Meldung

Inge Keller war eine der ganz Großen des deutschen Theaters. Sie brillierte in vielen Rollen am Deutschen Theater Berlin, im Film und im Fernsehen; mit literarischen Lesungen begeisterte sie noch nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn. Ihre aristokratische Haltung, geradezu preußische Disziplin und legendäre schauspielerische Energie machten sie zur Diva des Deutschen Theaters, die ihr Publikum bis zuletzt in Bann zu schlagen vermochte. Heute, am 6. Februar 2017, ist sie in Berlin im Alter von 93 Jahren verstorben.

 

Veranstaltungstipp

Horst Kopp, ehemaliger Offzier in der Abteilung X der Auslandsaufklärung, stellt am 7. Februar im Spionage Museum Berlin sein Buch »Der Desinformant« vor. Kopp spricht an diesem Abend über seine Arbeit als Desinformant, wie er Meldungen in westdeutschen Medien lancierte, Journalisten beeinflusste und wie er 1972 eine der zwei notwendigen Stimmen für Willy Brandt  erkaufte und damit Brandts Abwahl aus dem Bundeskanzleramt verhinderte. Die Stimme kostete ihn 60.000 DM.

 

Das sind unsere Buchpremieren!

Von Rummelsnuff über Gesine Lötzsch bis Walter Plathe, vom Berghain bis ins Brecht-Haus – Ein richtiger Premierenmarathon liegt vor uns! Im Februar und März lesen unsere Frühjahrs-Autoren erstmals für Sie aus ihren neuen Büchern. Da berichtet der ehemalige Kripo-Chef Ralf Romahn von Kremserfahrten, die mit dem Tod enden, und Christian KUNO Kunert liest aus seiner unernsten Tragödie, bei der es um einen Clown im Ruhestand geht.

Buchtipp

Die kalten Tage locken uns wieder mit einem spannenden Krimi auf die Lesecouch. Mit ihrem aktuellen Buch »Die Tote auf den Gleisen« versorgt uns Eveline Schulze, die »Miss Marple aus Görlitz«, mit authentischen Kriminalfällen zum Schmökern. Da geht es um eine Frauenleiche, die am Morgen von einem Streckenläufer der Reichsbahn auf den Gleisen gefunden wird, einen jungen Mann, der versucht den Mord an seiner Freundin zu vertuschen oder einen Vergewaltiger, der es auf Frauen mit Brillen abgesehen hat. Packend, authentisch – Schulze.

 

Buchempfehlung

Martin Luther war der theologische Urvater der Reformation. Bekanntlich empfahl er, dem Volk aufs Maul zu schauen – und hielt es selber so. Die kleine blaue Zitatensammlung »Luther to go« beweist dies: In bildhafter Sprache und mit überschäumendem Humor, bringt uns das Büchlein das erfrischend eigenständige Denken Luthers nahe. Eindringlich bildhaft, reich an sprichwörtlichen Redensarten, vielfältig abgestuft ist seine Sprache.