Woher kommt die viele Dummheit auf die Welt?
Gunther Nickel (Hrsg.), Peter Hacks, Hansgeorg Michaelis

Woher kommt die viele Dummheit auf die Welt?

Der Briefwechsel 1944–1998

576 Seiten, 12,5 x 21,0 cm, geb., mit Abb.
erscheint 30. März 2018
Buch 39,99 €

ISBN 978-3-359-02417-0

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Breslau, 1943: Im Gymnasium »Zum heiligen Geist« spaltet sich die Jugend in »Nazis« und »Antinazis« - Letztere lesen Heine, Wilde, Ringelnatz, spielen Swing und Theater. Ihr Anführer: der Jüngste, der gerade 15-jährige Peter Hacks. In dieser Zeit zwischen jugendlicher Euphorie und der Bedrohung durch den Krieg begann die lebenslange Freundschaft zwischen Hansgeorg Michaelis und dem Dichter. Ihr Briefwechsel über fünfzig Jahre gibt intensiv Auskunft insbesondere über den jungen Hacks und die Szene, in der er sich nach 1946 in Süddeutschland bewegte, aber auch über ein faszinierendes und kaum bekanntes Milieu in den späten Kriegsjahren.


Gunther Nickel

Prof. Dr. Gunther Nickel, geboren 1961; Studium der Germanistik und Musik in Oldenburg; von 1994 bis 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Handschriftenabteilung des Deutschen Literaturarchivs Marbach; seitdem Lektor des Deutschen Literaturfonds in Darmstadt; seit 2003 lehrt er Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.
Zahlreiche Publikationen zur deutschen Literatur; Herausgeber u. a. des »Geheimreports« und des »Deutschlandberichts für das amerikanische Kriegsministerium« von Carl Zuckmayer (gemeinsam mit Johanna Schrön) sowie der fünfbändigen Edition »Gesammelte Schriften« von Siegfried Jacobsohn (gemeinsam mit Alexander Weigel). Zuletzt erschien: »Daniel Kehlmanns 'Die Vermessung der Welt'. Materialien, Dokumente, Interpretationen.« 2008.


Peter Hacks

Peter Hacks, Lyriker, Dramatiker, Essayist und Kinderbuchautor, geboren 1928 in Breslau, promovierte 1951 in München und ging 1955 nach Berlin, DDR. Einige seiner Dramen sind deutsche Bestseller. Einige sind europäische Erfolge; das »Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe« ist ein Welterfolg. Literaturpreise: Lessingpreis 1956, F. C. Weiskopf Preis 1965, Kritikerpreis der BRD 1971, Nationalpreis der DDR II. Klasse 1974, Nationalpreis der DDR I. Klasse 1977, Heinrich Mann Preis 1981, Alex-Wedding-Preis 1993, Deutscher Jugendliteraturpreis 1998. 1972 wurde er in die Akademie der Künste gewählt, aus welcher er 1991 austrat. Bis zu seinem Tod am 28. August 2003 lebte Peter Hacks in Berlin.


Hansgeorg Michaelis

Hansgeorg Michaelis, 1923-2013, lernte 1943 Peter Hacks kennen. 1947/48 Vertreter einer Versandbuchhandlung, von 1949 an war er Mitarbeiter in einer Außenstelle der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). 1958 wechselte er als Marktforscher zur Großeinkaufsgesellschaft deutscher Konsumgenossenschaften (GEG), 1968 Abteilungsleiter für Marktforschung einer Hamburger Werbeagentur. Nach deren Auflösung 1979 arbeitete er für den Bauer Zeitschriftenverlag. Seit 1988 ist er Rentner. Mit Hacks stand er bis 1998 in Verbindung.

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