Fliederzeit
Vera Friedländer

Fliederzeit

254 Seiten, 12,5 x 21,0 cm, brosch.
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Buch 19,90 €

ISBN 978-3-89793-278-4

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Erzählt wird die Geschichte von Prott und Sina in den schwierigen Nachkriegsjahren und später. Der Bogen reicht vom heißen in den Kalten Krieg. Erzählt wird vom Kampf der Klassen, von den Mühen um Brot und Obdach, um Bildung und Sicherheit, um eine andere, bessere Gesellschaftsordnung. Es ist die Geschichte zweier Menschen und einer Liebe und der Umstände, denen sie ausgesetzt sind. Die sie prägen, die ihr Dasein bestimmen. So wie es zu allen Zeiten ist.
Prott und Sina begegnen sich 1946 im Osten Berlins, als sie nachholen wollen, was ihnen bis dahin aus sozialen oder rassistischen Gründen verweigert worden war: Wissen und Bildung. Sie lernen ein Leben lang. Durch Bücher wie durch Erfahrungen, zu denen Glücksmomente und die Erfüllung ihrer Wünsche gehören, aber ebenso ein verbreitetes Misstrauen und Ereignisse wie der 17. Juni und die Mauer um Westberlin.
Was erzählt wird, hat autobiografische Züge und enthält viele authentische Details jener Zeit.


Vera Friedländer

Vera Friedländer, Jahrgang 1928, geboren in Woltersdorf bei Berlin. Als Anfang März 1943 ihre Mutter im Rahmen der »Fabrikaktion« in der Großen Hamburger Straße in Berlin festgehalten wurde, harrte sie als 15-Jäh­rige mit ihrem Vater und anderen Partnern in sogenannten Misch­ehen viele Stunden vor der Gestapo-Sammelstelle aus. Als die Mutter aus dem Gebäude trat, gehörte sie zu den Regis­trierten, die für spätere Deportationen vorgesehen waren. Viele Angehörige ihrer Familie wurden deportiert und in Auschwitz, There­sien­stadt und anderen Orten ermordet.
Nach dem Krieg studierte sie Germanistik, promovierte und habilitierte an der Berliner Humboldt-Universität. 1990 war sie Mitbegründerin des Jüdischen Kulturvereins in Berlin. 
Die Schriftstellerin Vera Friedländer ist aktiv an dem Projekt Stolpersteine beteiligt.

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