Eritrea
Herbert Graf

Eritrea

Oase am Roten Meer. Ein junger Staat auf neuen Wegen. Friedensbeginn und Sanktionsende.

184 Seiten, brosch.
mit Fotos und Dokumenten
sofort lieferbar
Buch 15,– €

ISBN 978-3-947094-38-7

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2018 beendeten Äthiopien und Eritrea den seit Jahren geführten Krieg und schlossen miteinander und mit den Nachbarn Verträge. Damit besteht Hoffnung, dass endlich Frieden am Horn von Afrika einkehrt und das kleine Land am Roten Meer seine bescheidenen Ressourcen in Infrastruktur, Wirtschaft, Bildung, medziinische Versorgung und gesellschaftliche Wohlfahrt investieren kann. Schon einmal gab es Friedensverhandlungen. 1977/78 fanden in Berlin Gespräche zwischen Äthiopien und Eritrea statt. Die DDR wollte Frieden in Ostafrika stiften. Die Region befand sich im Fokus geostrategischer Interessen der Hauptgegner im Kalten Krieg, USA und UdSSR. Im Unterschied zur Sowjetunion, die einseitig auf Äthiopien setzte und sich nicht für die Befreiungsbewegungen in Eritrea interessierte, versuchte sich die DDR in geheimer humanitärer Mission. Der Auslandsnachrichtendienst der DDR bereitete die Gespräche vor, er bewahrte auch alle geheimen Dokumente auf. Sie wurden 1989/90 vernichtet. 

Herbert Graf ist der einzige deutsche Zeugen, der in diese Gespräche involviert war und darüber berichten kann. Durch sie wird ein unbekanntes Kapitel der DDR-Diplomatie erstmals öffentlich. Darüberhinaus berichtet Graf  über Interessen und Intrigen der Großmächte am Horn von Afrika und überliefert interessante Ereignisse und Zusammenhänge aus der Geschichte Eritreas und der ostafrikanischen Region. Deshalb wird das Buch, dass sich mit aktueller Gegenwart und der Vergangenheit des Landes beschäftigt, auch auf Tigrinja in Eritrea erscheinen.  


Herbert Graf

Herbert Graf, (1930 - 2019), entstammt einer Arbeiterfamilie aus Egeln bei Magdeburg. Er studierte in Berlin Ökonomie und promovierte an der Juristischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle. Annähernd zwei Jahrzehnte war er Mitarbeiter Walter Ulbrichts. Lehr- und Forschungsarbeiten führten ihn später über 15 Jahre nach Afrika, Asien und La­teinamerika. Seine staatswissenschaftlichen und zeithis­tori­schen Veröffentlichungen fanden auch international Beachtung. Einige wurden in mehrere Sprachen übersetzt.  Graf, der vorher in Mosambik wirkte, leitete in Addis Abeba 1977/78 eine Koordinierungsgruppe im Mitarbeiterstab von Werner Lamberz. Die Friedensgespräche zwischen den Führungen Äthiopiens und Eritreas, die mit Hoffnung begannen, endeten ergebnislos. 

Der eritreische Wissenschaftler Teclu Lebasse vermittelte für dieses Buch fachlichen Rat, stellte die Dokumente des 2018 begonnenen Friedens­prozesses zur Verfügung und arbeitete als Mitautor am Nachwort, das den großen Veränderungen, die sich 2018 am Horn von Afrika vollzogen haben, gewidmet ist.

 

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