Filmarbeit
Günter Agde (Hrsg.), Peter Voigt

Filmarbeit

Skizzen, Kritiken, Essays, Interviews

208 Seiten, 12,5 x 21 cm, brosch.
noch nicht erschienen
Buch 14,99 €

ISBN 978-3-355-01874-6

Tiefe Einblicke in die Arbeit und das Selbstverständnis des Dokumentarfilm-Regisseurs Peter Voigt

Peter Voigt lernte sein Handwerk am Theater, bei Bertolt Brecht, bei Peter Palitzsch, Benno Besson und Ruth Berghaus. Später wechselte er als Regisseur zur DEFA und zum Dokumentarfilm, wo er seine Lebensaufgabe fand. Nicht umsonst war er einer der herausragenden Köpfe des DDR-Filmfestivals DOK Leipzig, fiel insbesondere durch einfühlsame Porträts auf, arbeitete viele Jahre für das Studio H & S von Walter Heynowski, dann im DEFA-Dokumentarfilmstudio und schließlich freischaffend. Dabei entwickelte Peter Voigt eine ganz besondere Bildsprache, vor allem durch Tricktechnik und die Montage von Fotos und Texten im Film. Er vollendete die Filmreihe »Busch singt«, gestaltete das Marx-Engels-Forum in Berlin mit und sorgte mit seinem Spätwerk, Filmen über seinen Lehrmeister Bertolt Brecht, noch einmal für Aufsehen.
Peter Voigt prägte damit die Dokumentarfilmszene und das DOK Leipzig vor wie nach der Wende, aber auch die DEFA und den DDR-Film insgesamt. Auf verblüffende Art verband er Biografisches und Zeitgeschichte, arbeitete Krieg und Nachkriegszeit im Film auf. Über seine Arbeit, seine Bildsprache, seine Filmtheorie hat Peter Voigt zahlreiche außerordentlich interessante Texte mit einem ganz eigenen Ton verfasst. Sie sind eine echte Entdeckung, ein Beitrag zur Frage, welche Rolle Filme im gesellschaftlichen Diskurs spielen.


Günter Agde

Günter Agde, geboren 1939, ist Filmhistoriker, Journalist und Autor. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft in Leipzig war er bis 1992 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Akademie der Künste. Er verfasste mehrere Werke zur deutschen Filmgeschichte und zur DEFA und veröffentlichte biografische Bücher über Erwin Geschonneck und Kurt Maetzig. Er lebt in Berlin.


Peter Voigt

Peter Voigt (1933–2015), Regieassistent bei Brecht und am Berliner Ensemble, später im DEFA-Studio für Trickfilme. Als Dokumentarfilmregisseur hat er in seinen wichtigsten Filmen nachdrücklich und voller Empathie nach den Schicksalen deutscher Jugendlicher gefragt: Wie haben sie Krieg, Kriegsende, Nachkrieg erlebt? Deutsche Geschichte wurde dadurch konkret, zivil und individuell. Er arbeitete lange im Studio Heynowski & Scheumann und im DEFA-Dokumentarfilmstudio, nach 1991 freischaffend.
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