Geschichte der deutschen Sozialdemokratie 1914-1945
Heinz Niemann

Geschichte der deutschen Sozialdemokratie 1914-1945

760 Seiten, 12,5 x 21 cm, brosch.
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Buch 39,90 €

ISBN 978-3-89793-159-6

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Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ist die älteste Partei in diesem Lande. Sie war stets ein machtpolitischer Faktor, egal, ob sie opponierte oder regierte. Sie machte Geschichte.
In der Zeit zwischen dem Beginn des Ersten und dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Weichen für Entwicklungen gestellt, deren Folgen wir heute zu tragen haben.
Heinz Niemann legt hier eine geschlossene Darstellung des wohl wichtigsten Abschnittes der SPD-Geschichte vor. Der Historiker macht auch deutlich, warum die einstige Arbeiter- und Volkspartei trotz beachtlicher Reformanstrengungen in der Ära Willy Brandts bei der »Bändigung der Macht der Großwirtschaft« scheitern musste. Und: »Alle angeblich überwundenen Klassenwidersprüche der alten kapitalistischen Gesellschaft kehren zurück«, konstatiert Niemann, »manche sicher geglaubte Errungenschaft ist gefährdet«. Die Analyse der in der Geschichte wurzelnden Ursachen für diese Entwicklung kann helfen, richtige Schlüsse zu ziehen.
»Vor diesem historischen Hintergrund sind wir Zeuge des schwierigen Neuformierungsprozesses einer sozialistischen Linken in Deutschland, eines Sprosses, der sich auf das ganze Erbe der Arbeiterbewegung stützen muss«, schreibt der Autor in seinem Epilog und artikuliert damit nicht nur seine Hoffnung auf eine Emanzipation des Bewusstseins und einer Bewegung für eine andere Politik.    


Heinz Niemann

Heinz Niemann, Jahrgang 1936, studierte Philosophie, Ökonomie und Geschichte, promovierte 1965 und arbeitete als Hochschullehrer, zuletzt an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1990 wurde er dort zum Gründungsdirektor des Instituts für Politikwissenschaft gewählt, wo er bis zu seinem Lehrverbot 1992 tätig war. Niemann verfass­te eine Reihe auch international beachteter Publikationen, insbesondere zur SPD und deren Geschichte. 1995 veröffentlichte er in der edition ost seine Untersuchungen zur Arbeit des 1979 von Hon­ecker aufgelösten Instituts für Mei­nungs­forschung beim ZK der SED, das Ulbricht 15 Jahre zuvor erst ins Leben gerufen hatte. Im gleichen Verlag erschien 2008 Niemanns »Geschichte der deutschen Sozialdemokratie 1914-1945«. Mit seinem Roman »Der rote Bastard« setzte er 2001 dem Sozialdemokraten Julius Leber (1891-1945) ein Denkmal.

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