Erinnerungen 1937 - 1973
Egon Krenz

Erinnerungen 1937 - 1973

352 Seiten, 134,5 x 21 cm, gebunden
mit Bildteil, Lesebändchen, Personenregister
erscheint 27. Juni 2022
Buch 24,– €

ISBN 978-3-360-02805-1

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eBook 19,99 €

ISBN 978-3-360-51052-5

Die Memoiren des Honecker-Nachfolgers und letzten Staatsratsvorsitzenden der DDR

In diesem ersten Teil seiner drei Bände umfassenden Autobiografie wendet sich Egon Krenz den Jahren zwischen 1937 und 1973 zu. Er erzählt nicht linear, durch Vor- und Rückgriffe ordnen sich die biografischen Stationen in die zeitgeschichtlichen Entwicklungen ein. Dadurch bekommt dieser erste – wie auch jeder weitere – Teil der drei Bände umfassenden Autobiografie des DDR-Staatsmannes Krenz absolute Eigenständigkeit. Der in Kolberg geborene Krenz berichtet über seine Kindheit, die durch die Kriegsflucht mit seiner Mutter nach Ribnitz-Damgarten 1945 ein ungewolltes jähes Ende fand. Zu diesem Lebensabschnitt gehört der Umstand, dass der siebenjährige Krenz in einer der Massenszene des Ufa-Films »Kolberg« mit spielte. Es sollte der letzte – und auch teuerste – Spielfilm sein, der im untergehenden Reich Premiere hatte. In seiner neuen Heimat, bei den Wahlen 1946, machte Krenz für die CDU Wahlkampf, indem er SED-Plakate überklebte. Aus dieser ersten Begegnung mit Politik entwickelten sich Kontakte, die für ihn prägend wurden und zu seinem entschiedenen Ja zum Sozialismus führten. Den Titel seiner Memoiren wählte Krenz nach der »Kinderhymne«, die Brecht in Reaktion auf das in der jungen Bundesrepublik zur Nationalhymne erhobene »Deutschlandlied« schrieb, in jener Zeit, in die auch der Beginn des politischen Lebens von Krenz fällt. Durch sein gesamtes Wirken zieht sich gleichsam leitmotivisch die Vorstellung von einer besseren Gesellschaft, eben dass ein gutes Deutschland blühe. Krenz erzählt pointiert, verwebt Damaliges mit Heutigem, lässt Faktisches aus seiner politischen Tätigkeit einfließen, reflektiert seine Erfahrungen tief, kritisch und streitbar. Dadurch entsteht ein dichter, lebhafter, höchst informativer Text, der die Memoiren des Honecker-Nachfolgers und letzten Staatsratsvorsitzenden der DDR zu einem herausragenden Leseerlebnis macht und darüber hinaus auch eine Quelle für all jene ist, die sachlich an Geschichte, Politik und den Perspektiven der Gesellschaft interessiert sind.


Egon Krenz

Egon Krenz, geboren 1937 in Kolberg (Pommern), kam 1944 nach Ribnitz-Damgarten, wo er 1953 die Schule abschloss. Von einer Schlosserlehre wechselte er an das Institut für Lehrbildung in Putbus und schloss mit dem Unterstufenlehrerdiplom ab. Seit 1953 FDJ-Mitglied, wurde er 1961 Sekretär des Zentralrates der FDJ, verantwortlich für die Arbeit des Jugendverbandes an den Universitäten, Hoch- und Fachschulen. Nach dem Besuch der Parteihochschule in Moskau war er von 1964 bis 1967 Vorsitzender der Pionierorganisation und von 1974 bis 1983 der FDJ, ab 1971 Abgeordneter der Volkskammer, ab 1983 Politbüromitglied. Im Herbst 1989 wurde er in der Nachfolge Erich Honeckers Generalsekretär und Staatsratsvorsitzender. Im sogenannten »Politbüroprozess« wurde Krenz 1997 zu einer Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt und 2003 aus der Haft entlassen, der Rest der Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Krenz ist Autor zahlreicher Bücher, zuletzt »Wir und die Russen« (2019) und »Komm mir nicht mit Rechtsstaat« (mit Friedrich Wolff, 2021).

»Erinnerungen 1937–1973« erscheint im Verlag edition ost innerhalb vom Verlag Das Neue Berlin, einem Imprint der Eulenspiegel Verlagsgruppe.
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