Alfred Wohlgemuth. Ein unbesungener Held
Vera Friedländer

Alfred Wohlgemuth. Ein unbesungener Held

116 Seiten, 12,5 x 21 cm, brosch.
mit Abbildungen
sofort lieferbar
Buch 12,99 €

ISBN 978-3-947094-09-7

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In Krefeld kamen sie spät auf seinen Namen. Alfred Wohlgemuth hatte jüdischen Freunden in Berlin geholfen. Sie starben in Auschwitz, er geriet ebenfalls in die Mördermühle der Nazis und erlag den Folgen der Haft. Im Nachkriegs­deutschland bemühte sich Wohlgemuths Witwe vergeblich um die Anerkennung als Opfer des Faschismus.   

Zwei Historiker stießen bei ihren Recherchen im Fall Wohlgemuth auf ein Buch Vera Friedländers, das 1982 in der DDR erschienen war. Ihre darin erzählte Familiengeschichte, so entdeckten die Forscher, war mit dem bis dahin unbekannten Helfer aus Krefeld verbunden. Das vorliegende Buch dokumentiert das Schicksal Wohlgemuths wie auch Vera Friedländers »Späte Notizen«, das hier in Auszügen wiedergegeben ist.

 


Vera Friedländer

Vera Friedländer, Jahrgang 1928, geboren in Woltersdorf bei Berlin. Als Anfang März 1943 ihre Mutter im Rahmen der »Fabrikaktion« in der Großen Hamburger Straße in Berlin festgehalten wurde, harrte sie als 15-Jäh­rige mit ihrem Vater und anderen Partnern in sogenannten Misch­ehen viele Stunden vor der Gestapo-Sammelstelle aus. Als die Mutter aus dem Gebäude trat, gehörte sie zu den Regis­trierten, die für spätere Deportationen vorgesehen waren. Viele Angehörige ihrer Familie wurden deportiert und in Auschwitz, There­sien­stadt und anderen Orten ermordet.
Nach dem Krieg studierte sie Germanistik, promovierte und habilitierte an der Berliner Humboldt-Universität. 1990 war sie Mitbegründerin des Jüdischen Kulturvereins in Berlin. 
Die Schriftstellerin Vera Friedländer ist aktiv an dem Projekt Stolpersteine beteiligt.

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