Alexander von Humboldt
Ein Lebensbild in Anekdoten
Universalgelehrter und Lästermaul – amüsante Episoden über Alexander von Humboldt
Alexander von Humboldt, der preußische Adlige, der adligen Dünkel verachtete, war getrieben von unbändiger Forscher- und Entdeckerlust. Er kämpfte sich durch Bergwerkstollen in Preußen und den Dschungel des Amazonas, maß die Temperatur von Meeresströmungen und bestimmte die Bläue des Himmels, bestieg Berge und Vulkane wie den Chimborazo oder den Pichincha, nahm an gewagten Expeditionen teil und legte in den fast neun Jahrzehnten seines Lebens zehntausende Kilometer auf Schiffen, Maultieren, Pferden, in Kutsche und zu Fuß zurück. Er war ein Wissenschaftler und Autor von ungeheurem Horizont, brillanter Redner, begnadeter Netzwerker, Kritiker der Sklaverei, Vordenker der Globalisierung, einer der berühmtesten Gelehrten seiner Zeit - eine Wucht, ein Ereignis. Und: Er war ein Schalk, ein Spötter, ein Lästermaul. Angeblich verließen manche Zeitgenossen eine Abendgesellschaft nicht, solange Alexander von Humboldt anwesend war, denn sie wollten nicht riskieren, dass nach ihrem Abgang über sie hergezogen werde. »Mein Freund Humboldt«, so sagte es der Physiker François Arago, »ist das beste Herz auf der Welt, aber auch das größte größte Schandmaul, das ich kenne«. Das tat seiner Anerkennung keinen Abbruch, schon zu Lebzeiten wurde er als ein »zweiter Kolumbus«, als »Aristoteles der Moderne« bewundert. Berlin ehrte den Naturforscher, Entdecker und ersten Vertreter einer globalisierten Wissenschaft später bekanntlich als Namensgeber (gemeinsam mit seinem Bruder) der Humboldt-Universität und des Humboldt-Forums.
128 Seiten, 12 x 19 cm, geb.

Bildrechte: Doris Klaas
Dorothee Nolte
Dorothee Nolte, geboren 1963 in Bonn, lebt als Autorin, Journalistin, Moderatorin und Reiseleiterin in Berlin. Sie studierte in Freiburg, Paris, Berlin und Stanford Romanistik und Germanistik und promovierte an der Freien Universität Berlin. Seit 1992 gehört sie der Redaktion des »Tagesspiegels« an, sie initiierte und leitete Projekte wie den »Erzählwettbewerb«, die Veranstaltungsreihe »Zeitung im Salon« oder Projekte mit Exiljournalisten. Sie gibt Seminare zum journalistischen und kreativen Schreiben. Als ausgebildete Sprecherin wirkt sie an der Produktion von Hörbüchern mit und tritt regelmäßig als Vorleserin auf. Sie hat zwei Bände mit Kolumnen (»Wie eine Mutter entsteht«, »Wie eine Mutter laufen lernt«, dtv) und einen Roman (»Die Intrige«, Fischer Taschenbuch) veröffentlicht, zuletzt erschienen im Eulenspiegel Verlag ihre »Lebensbilder in Anekdoten« zu Wilhelm und Alexander von Humboldt, Rahel Varnhagen sowie Fürst Pückler.
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