In seinem neuesten Buch »Nord Stream - Der Untergang der Weltordnung« rekonstruiert Georg Tidl anhand von Augenzeugenberichten, Gutachten und internationalen Ermittlungsdokumenten die Ereignisse um die Sprengung der Nord Stream-Pipeline. Dabei entsteht ein klares Bild: Es war ein gezielter Anschlag mit massiven Auswirkungen auf das weltpolitische Gefüge in seiner fragilen Verflechtung von Energiepolitik, globalen Machtverhältnissen und strategischen Interessen. Trotz umfangreicher Untersuchungen und zahlreicher Presseberichte blieb vieles im Dunkeln. Tidl fragt: Wer sind die Drahtzieher? Welche Staaten und Akteure hatten das größte Interesse? Wer trägt Verantwortung? Wer wird zur Rechenschaft gezogen, und wer bleibt unbehelligt? Dieses Buch richtet sich an alle, die echte Hintergründe statt Spekulationen suchen. Es liefert fundierte Recherche statt Panikmache, klare politische Einordnung statt Progaganda, Antworten und Fragen, die zum nachdenken auffordern. mehr unter
Die Lektüre von Peter Hacks’ Gedichten »Diesem Vaterland nicht meine Knochen« ist ein Vergnügen auf höchstem ästhetischen und intellektuellen Niveau. Sein lyrisches Werk ist vielgestaltig. Diese Auswahl vereint Gedichte, die sich explizit mit dem Zustand der Gesellschaft auseinandersetzen und auf eine Positionsbestimmung des Individuums zielen. Zu Recht erwartet man scharfe, despektierliche, ironische Gedichte mit aktuellem Bezug auf die »Jetztzeit«, in denen er kopflose Politik und geistlosen Kunstbetrieb dem Spott preisgibt. Zu den aggressiven Epigrammen und skurril-balladesken Texten treten Historien, in denen Hacks der entrückten Geschichte gründlich durchdachte Lehren für die Gegenwart abgewinnt – von der Antike bis ins 20. Jahrhundert und zu jenem Thema, das die Gedichte seiner letzten Lebensjahre prägte: Wie man sich nach »der großen Schreckenswende« verhalten soll. mehr unter
Uwe Leuschner blickt in seinem neuesten Buch »Die Zukunft ist noch nicht geschrieben« auf jahrzehntelange Berufserfahrung in Europa und Asien zurück – als Logistiker, Außenhandelsexperte und Geschäftsführer internationaler Unternehmen. In seinem Vortrag analysiert er die wachsenden Konflikte zwischen dem Westen und der nicht-westlichen Welt. Warum scheiterte die Hoffnung auf Verständigung? Welche Rolle spielen Arroganz, Machtpolitik und kulturelle Ignoranz? Trotz aller Krisen bleibt Leuschner optimistisch und skizziert Wege aus der gegenwärtigen weltpolitischen Sackgasse. mehr unter
Die Biografie von Gunnar Decker über »Erik Neutsch - Der letzte Jakobiner« zeichnet Leben und Schaffen jenes DDR-Autors nach, der wie kein anderer das Thema Arbeiter und Macht ins Zentrum seines Werkes stellte. Sein erster Roman, »Spur der Steine«, machte ihn über Nacht berühmt, gleichzeitig stieß er bei maßgeblichen Funktionären auf Ablehnung: der Blick auf Alltag und Widersprüche des Sozialismus zu ungestüm, zu frei, zu anarchisch. Seinem nächsten Roman, »Auf der Suche nach Gatt«, der Geschichte eines gescheiterten Parteisekretärs, wird jahrelang die Druckgenehmigung verweigert ... Gunnar Decker liest aus dem Buch und ist anschließend im Gespräch mit Paul Werner Wagner. Es werden auch Szenen aus Filmen von und mit Neutsch eingespielt. mehr unter
Im Roman »Pfefferminzhimmel« geht es um Charlotte. Sie will nicht alt werden, nicht bleiben, nicht fliehen. Mit poetischer Lakonie erzählt Alfred Roesler-Kleint, Texter des legendären Albums CASABLANCA der Rockband CITY, in von einer jungen Frau im Ostberlin der achtziger Jahre, die ihren eigenen Exit sucht: eine Liebesgeschichte in einem verschwundenen Land. Getragen von persönlicher Erfahrung, literarischer Sensibilität und genauer Milieukenntnis, entsteht ein feinfühliger Roman über Jugend, Freiheit und die leisen Rebellionen des Alltags in der DDR. Pfefferminzhimmel ist eine Reise in ein verschwundenes Land. Keine schwermütige Abrechnung, sondern eine Liebesgeschichte, die sich nur dort und dann zutragen konnte, wo Freiheit die Freiheit der Gefühle war und alles anders kam als man dachte. »Ich habe mit Alfred einen Dichter an der Seite, der mit Gedanken und Worten umgehen kann. Wie kein Zweiter trifft er immer wieder meine Intentionen, meine Haltung, meine Gefühle und meine Seele.« Toni Krahl / Sänger und Komponist mehr unter
»Nichts wird so fest geglaubt, wie das, was wir am wenigsten wissen«, meinte Montaigne vor fünfhundert Jahren. Dieses Prinzip machten sich durch die Jahrhunderte Geheimdienste zu eigen. Sie verbreiteten zielgerichtet Gerüchte und Lügen über Personen, die sie öffentlich bloßstellen oder ausschalten, denunzieren und an den Pranger stellen wollten. Auf diese Weise wurden und werden vornehmlich Oppositions- und Widerstandsgruppen zerschlagen. Die Methode heißt »Zersetzung«, wie das neue Buch von Wolfgang Schmidt, einst selbst Mitarbeiter eines Geheimdienstes, hat untersucht, wie diese Methode in der Vergangenheit und Gegenwart eingesetzt wurde und wird. mehr unter