Unsere Straße
Jan Petersen

Unsere Straße

Eine Chronik

340 Seiten, 12,5 x 21,0 cm, brosch.
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Buch 16,99 €

ISBN 978-3-89793-304-0

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In der Nazizeit wurden viele antifaschistische Bücher geschrieben. Alle entstanden im Exil: bis auf das von Jan Petersen. Stephan Hermlin: »Jan Petersen hat viele Jahre in einer Arbeiterstraße Charlottenburgs gelebt, in der Wallstraße, die die Nazis Maikowskistraße nannten. Maikowski war einer ihrer berüchtigten Obermörder, den sie selber erschossen, um ihn als Opfer der Roten ausgeben zu können …«
Jan Petersen gehörte dem Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller an. 1933, in der Illegalität, war er deren Kopf, ehe er ins Exil musste. In jener Zeit schrieb er auch das »einzige antifaschistische Buch, das im Herzen Hitlerdeutschlands« entstand. Es sollte zu einem Weltbestseller werden. Darin berichtete Petersen über den Widerstandskampf der Menschen in einer Straße in Berlin-Charlottenburg, die damals Wallstraße hieß und heute nach Zille benannt ist. Ein Nazi hatte am Abend des 30. Januar 1933 dort einen SA-Führer und den Polizisten Zauritz erschossen. Danach wurden 52 Antifaschisten aus der Straße verurteilt, einer gar zum Tode. Richard Hüttig war der erste Politische, der in Plötzensee gehenkt wurde. Petersen informiert in seiner »Chronik« die Welt über das »andere Deutschland«, das es auch gab.

Jan Petersen

Jan Petersen wurde als Hans Schwalm am 2. Juli 1906 in Berlin geboren. Der Maurersohn machte eine Kaufmannslehre, arbeitete als Dreher, wurde Mitglied der KPD. Seit 1931 leitete er den 1928 gegründeten Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller, deren Mitglieder beim Machtantritt der Nazis illegal waren und Widerstand leisteten. Als Kurier pendelte er zwischen Berlin und Prag. 1935 trat er als »Mann mit der Maske« in Paris beim Ersten Schriftstellerkongress auf. Sein Buch »Unsere Straße« wurde außer Landes gebracht und erschien erstmals 1936. Seit jener Zeit lebte Petersen im Exil, die Nazis nahmen ihm 1938 die Staatsbürgerschaft. Von 1940 bis 1942 war in in Kanada als »feindlicher Ausländer« interniert. 1946 kehrte er aus London nach Berlin zurück. Sein Buch wurde ein Welterfolg und erschien in vielen Sprachen.
Am 11. November 1969 verstarb er in Berlin.
Elfriede Brüning lebte damals, Anfang der 30er Jahre mit Petersen. Sie wusste nicht, woran er damals konspirativ arbeitete.

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