Ungarns »Wende«: ein Laborversuch
Erhard Crome

Ungarns »Wende«: ein Laborversuch

Band 259

96 Seiten, 11,0 x 17,0 cm, brosch.
vergriffen
Buch 5,95 €

ISBN 978-3-360-02078-9

Die gegenwärtige Finanzkrise in Europa verrät einiges, wie eben auch vieles hinter medialen Nebelschwaden verschwindet. Zum Beispiel Ungarn. Zunächst übte man am EU-Mitglied Kritik, als dessen rechte Regierung bestimmte Gesetze beschloss. Am 22. Dezember 2010 schrieb Die Welt gar vom »Führerstaat Ungarn«. Andere zogen eine Linie von Horthy zu Orbán. Danach verebbte die Kritik, und die deutschen Konservativen nannten Orbán einen ordentlichen Demokraten. »Bei Lichte besehen«, so kam es aus der Adenauer-Stiftung, ist etwa das von ihm durchgesetzte neue Grundgesetz »unter demokratischen und rechtsstaatlichen Gesichtspunkten nicht zu beanstanden«. Natürlich nicht. In der Krise setzen Finanz- und Wirtschaftskreise stets auf die autoritäre Herrschaft. Und ideal ist es, wenn diese auch noch durch Wahlen legitimiert ist. In Ungarn, scheint es, wird was ausprobiert. Der Politikwissenschaftler Erhard Crome analysiert die Entwicklung dort und das Verhältnis zwischen Brüssel und Budapest.


Erhard Crome

Erhard Crome, Jahrgang 1951, Studium am Institut für Internationale Beziehungen in Potsdam-Babelsberg, 1980 Promotion, 1987 Habilitation. Von 1990 bis 2000 Tätigkeit an der Universität Potsdam, danach Gastprofessur an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder. Seit 2002 Mitarbeiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Arbeitsschwerpunkt Frieden und internationale Politik im Institut für Gesellschaftsanalyse. 
Crome publizierte in der Eulenspiegel Verlagsgruppe »Der libysche Krieg des Westens« (2011), »Die Linke und der Stalinismus« (2012) und »Ungarns ›Wende‹: ein Laborversuch« (2012).
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