Im Auf und Ab des Lebens
Arno Riedel (Hrsg.), Herta Jäger

Im Auf und Ab des Lebens

Erinnerungen 1920 bis 2000

154 Seiten, 12,5 x 21,0 cm, illustriert. brosch.
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Buch 14,99 €

ISBN 978-3-947094-05-9

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»Für mich war das eine eigenartige Situation, ich war selbst unsicher. Was erwartete Christa von mir, und was und wie treiben es zwei Frauen miteinander?« So erinnert  sich Herta Jäger ihres Coming out. 

Herta Jäger ist tot. Sie starb mit 86 Jahren in Berlin. Zuvor hatte die Tochter Ursula sie bewegt zu schreiben. Sie sollte ihre Lebensgeschichte zu Papier bringen. Gedacht als therapeutische Übung, denn die Mutter litt an Schwermut und Todessehnsucht. Wie schon ihre Mutter zuvor, die, als sie mit Herta schwanger ging, Hand an sich legen wollte. Die Neigung hatte sich vererbt.Zwischen 1998 und 2002 notiert Herta Jäger ihr Leben. Sie tat dies mit einer erstaunlichen Leichtigkeit und in bemerkenswerter Offenheit, wie man es von einer Frau, die bereits mit 53 Jahren aus psychischen Gründen invalidisiert worden war, nicht unbedingt erwartete. Die, die sie zum Schreiben brachte, lebt auch nicht mehr. Ihr Mann Arno Riedel, Herta Jägers Schwiegersohn, holte den Rechner jetzt aus dem Keller. Auf der Festplatte befanden sich die Aufzeichnungen, die Herta Jäger über sich und das 20. Jahrhundert hinterlassen hat.

Arno Riedel

Arno Riedel, Jahrgang 1939, stammt aus einer Berliner Arbeiterfamilie, lernte Maschinenschlosser, studierte Geräte- und Anlagentechnik und schloss 1972 das Abendstudium als Ingenieur ab. 1957 lernte er Ursula Jäger kennen, die er 1959 heiratete. 1960 wurde ihr Sohn Frank geboren. Riedel machte sich nach der »Wende« selbständig, gründete eine Firma, welche er unlängst seinem Großneffen übertrug.

Herta Jäger

Herta Jäger (1920-2006), stammte aus der Glasermeis­terfamilie Willner in Kolberg. Ihre Mutter zog 1920 als Witwe mit fünf Kinder nach Berlin. Herta heiratete 1939 den Schutzpolizisten Jäger, der 1942 fiel. Aus der Verbindung gingen zwei Kinder hervor. Herta Jäger arbeitete nach dem Krieg als Sachbearbeiterin bei der Volkspolizei, dann im Friedensrat, 1973 wurde sie invalidisiert.
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