Ehrlich mal
Karl Haberland

Ehrlich mal

Alltagsepisoden aus dem Leben eines Arbeiterjungen

486 Seiten, 12,5 x 21,0 cm, brosch.
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Buch 24,90 €

ISBN 978-3-89793-161-9

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Eine Autobiographie, die vor der Zeit endet, mag man meinen. Haberland, Sohn eines Kommunisten aus dem Ruhrpott, selbst Kommunist und als solcher 1948 zum Studieren in den Osten gegangen, macht dort Karriere. Als er Ende der 60er Jahre, Dozent für Politische Ökonomie in Berlin inzwischen, mit Parteiauftrag wieder in den Westen gehen soll, um im Apparat der DKP sich mit Gewerkschaftsfragen zu beschäftigen, sagt er "Nein".
Danach verliert Haberland in seinen Memoiren kaum noch Worte über sein Leben.
Umso detaillierter aber seine Erinnerungen an Kindheit und Jugend in Essen, an das Leben der einfachen Leute, die sich damals wie heute durchschlugen und auf ihre Art widerstanden. Haberlands Autobiographie erlaubt einen sehr individuellen Blick auf den Gang der deutschen Geschichte im letzten Jahrhundert. Seine Mitteilungen sind gleichermaßen erhellend wie berührend.


Karl Haberland

Karl Haberland, Jahrgang 1929, geboren in Elgersburg und aufgewachsen in Essen, besuchte die achtklassige Volksschule und absolvierte eine Lehre als Schriftsetzer. Schon in seiner Kindheit wurde er mit dem Widerstand seiner Eltern gegen den Faschismus vertraut. Er selbst wurde mit 15 Jahren in der KPD und in der FDJ politisch aktiv.
1948 delegierte man ihn in den Ostteil Berlins an die Arbeiter- und Bauernfakultät, dann studierte er an der Humboldt-Universität. Es tobte der Kalte Krieg.
Nach dem Studium arbeitete er an verschiedenen Hochschulen in der DDR. 1964 promovierte er.
Dr. rer. oec. Karl Haberland vermittelte als Lehrer an der Gewerkschaftshochschule "Hermann Duncker" in Bernau über fünftausend Studenten die ökonomischen Theorien von Karl Marx und Friedrich Engels, bis er 1990 "abgewickelt" und in den Ruhestand geschickt wurde.

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