Die Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942
Kurt Pätzold

Die Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942

Geschichte und Geschichtsschreibung

141 Seiten, 12,5 x 21,0 cm, brosch.
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ISBN 978-3-945187-65-4

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Im Januar 1942 tagten die Technokraten des jüdischen Genozids am Berliner Wannsee. Elf Millionen europäische Juden sollten nach dem Willen der Naziführung systematisch ermordet werden. Diese sogenannte Wannsee-Konferenz beschloss nicht die »Endlösung der Judenfrage«. Diesen Völkermord hatten die Strategen des imperialistischen Deutschland schon lange in der Planung. Und darum muss, wie der Faschismusforscher Pätzold befindet, der Holocaust im Kontext mit dem Überfall auf die Sowjet­union im Juni 1941 gesehen werden: Dieser Vernichtungskrieg schuf nicht nur den Rahmen für den Massenmord an den Juden Europas – dieser war dessen maßgebender Bestandteil. Es ging nicht nur um Raum und Bodenschätze im Osten, sondern, wie die Naziführung immer wieder betonte, um die Ausmerzung jüdisch-bolschewis­tischen, minderwertigen Lebens auf dem Kontinent. Das Judenmorden war Teil der Endsiegplanungen und der begonnenen »Neuordnung Europas«. In seinem Exkurs versucht Pätzold die Frage nach dem Warum zu beantworten, und wie die Geschichtswissenschaft mit diesem Thema umgeht.

Kurt Pätzold

Kurt Pätzold (1930–2016) war einer der bekanntesten deutschen Faschismusforscher. Seine Habilitationsarbeit schrieb er 1973 über »Antisemitismus und Judenverfolgung«. Seither publizierte er zahlreiche Werke, die sich mit dem Nazireich und dessen Personal beschäftigten. Und er war beteiligt an Büchern, die den Krieg gegen die Sowjetunion behandelten, etwa »Der Fall Barbarossa. Der Krieg gegen die Sowjetunion in unbekannten Bildern« (Das Neue Berlin, 2011).

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