Das ungarische Dilemma
Almos Csongár

Das ungarische Dilemma

Erzählungen und Essays

230 Seiten, 12,5 x 21,0 cm, brosch.
sofort lieferbar
Buch 14,99 €

ISBN 978-3-945187-25-8

in den Warenkorb
Zu seinem 95. Geburtstag be­schenkt sich der Autor mit einer Sammlung von Texten, die er im Laufe des verflossenen Jahrzehnts aus verschiedenen Anlässen zu Papier gebracht hat. Csongár gibt sich darin als ein politisch engagierter Zeitgenosse zu erkennen, der eine klare, kenntnisreiche Haltung hat. Seine Sicht ist zudem von seiner geografischen Herkunft geprägt: Er stammt aus einem Teil Europas, der im Laufe des 20. Jahrhunderts fünf Mal den Eigentümer wechselte. Erst gehörte der Landstrich, der zu den ärmsten auf dem Kontinent rechnet, zur Habsburger Monarchie, nach dem Ersten Weltkrieg wurde er der Tschecho­slowakei zugeschlagen, dann wurde das Gebiet ungarisch und nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zur Sowjetunion. Heute heißt seine Heimatstadt Uzho­rod und liegt im Westen der Ukraine. 
Diese historischen Erfahrungen des seit Ende der 40er Jahre in Berlin lebenden Philosophen, Publizisten und Übersetzers durchziehen leitmotivisch seine Arbeiten. Wie auch Friedrich Nietz­sche, über den zu promovieren Almos Csongár aus unterschiedlichen Gründen zeitlebens versagt blieb.

Almos Csongár

Almos Csongár, geboren 1920 im ungarischen Ungvár (heute Ukraine). Studium Germanis­tik, Klassische Philologie und Philosophie in Debrecen, München und Berlin. Nach 1945 Dozent für russische und sowje­tische Literatur in Berlin. Später als Publizist, Übersetzer (vor allem aus dem Ungarischen) und als Buchautor tätig, u. a. Geschichte der ungarischen Literatur (1963). Forschungen zu Nietzsche, über den er 1943 nicht promovieren durfte, bis heute. Edierte drei Bücher über den Philosophen, in denen er versucht, Marx und Nietzsche zusammenzudenken. Ungarns Präsident ehrte ihn 2000 mit der Großen Goldenen Plakette, 2010 die Regierung mit de Kulturpreis Pro Cultura Hungarica. Von Csongár erschien u. a. »Mein Kater, der Philosoph« (2014), »Herdenmoral. Gut deutsch sein heißt sich entdeutschen« (2012), »Nietzsche light« (2010), »Ich liebe dich auf ungarisch« (2008), »Wie die Jungfrau zum Stier wurde: Fluch und Segen eines Jahrhunderts« (2006), »Den Gefangenen Nietzsche befreien« (2000), »Mit tausend Zungen. Beichte eines wechselvollen Lebens« (1984).
Almos Csongár lebt in Berlin.
* Alle Preise inkl. MwSt. ggf. zzgl. Versandkosten