Klaus Feldmann
Das waren die Nachrichten
Erinnerungen
192 S., gebunden mit Schutzumschlag, 14.90


Wenn Klaus Feldmann auf seinen Lesungen das Publikum mit den Worten begrüßt: »Guten Abend meine Damen und Herren«, erntet er regelmäßig Beifall. Kein Wunder: Fast drei Jahrzehnte flimmerte er regelmäßig als Sprecher der »Aktuellen Kamera« über die Bildschirme, und »im Unterschied zu manchen seiner Nachrichten schien er stets glaubhaft« (Sächsische Zeitung). Feldmann begann seine Karriere 1957 als Sprecher beim Rundfunk, bevor er 1961 zum DDR-Fernsehen wechselte.

Wenn Klaus Feldmann auf seinen Lesungen das Publikum mit den Worten begrüßt: »Guten Abend meine Damen und Herren«, erntet er regelmäßig Beifall. Kein Wunder: Fast drei Jahrzehnte flimmerte er regelmäßig als Sprecher der »Aktuellen Kamera« über die Bildschirme, und »im Unterschied zu manchen seiner Nachrichten schien er stets glaubhaft« (Sächsische Zeitung). Feldmann begann seine Karriere 1957 als Sprecher beim Rundfunk, bevor er 1961 zum DDR-Fernsehen wechselte. In seinen jetzt erschienenen Erinnerungen kann der sympathische Journalist also auf mehr als dreißig Jahre Funk- und Fernsehgeschichte zurückblicken. Eine lange Zeit: viele Fernsehzuschauer sind mit ihm groß geworden. Feldmann weiß um diese besondere Beziehung und fühlt sich seinem Publikum immer noch auf herzliche Weise verbunden. Er schreibt: »Möglicherweise habe ich grade Nachrichten gesprochen, als sich jemand seinen ersten Fernseher gekauft hat, und als er ihn einschaltete, war ich der erste Fernsehmann, den er zu Gesicht bekam.« Bescheiden schiebt er nach: » Es hätte auch das Sandmännchen oder Schnitzler sein können ...«

Seine Erinnerungen gewähren inte-ressante Einblicke in die Fernsehwelt der DDR, in ihre Medien- und Informationspolitik über die Jahrzehnte, in Personalien und Querelen. Daneben gibt der Autor aber auch manche Anekdote zum besten. Natürlich fehlt nicht die Begebenheit, die ihm besonders viel Sympathie beim Publikum eintrug: Der legendäre beschwipste Auftritt am 13. 02. 1976: Sprecher Feldmann läßt, nach einem Geburtstagsumtrunk im Sender sichtlich angeheitert, beim Bericht über Honeckers Besuch bei den Kraftwerkern in Boxberg den nötigen Ernst vermissen. Die Nation amüsiert sich prächtig, aber der Schluck Alkohol brachte Feldmann ein Dreivierteljahr Sprechverbot im DDR-Fernsehen ein trotzdem wurde er im selben Jahr zum Fernsehliebling gekürt!

Ein gut lesbarer, aufschlußreicher und zugleich höchst unterhaltsamer Beitrag über die Fernsehwelt der DDR von einem, der immer dabei war.