Sahra Wagenknecht (Hrsg.)
Aló Presidente

Hugo Chávez und Venezuelas Zukunft

Das hierzulande eigentlich kaum wahrgenommene südamerikanische Land Venezuela bringt sich in den aktuellen Nachrichten derzeit massiv in Erinnerung. Es geht um den populistischen Präsidenten Chávez, um Streiks und Demonstrationen und um die Erdöllieferungen an die USA.

In Venezuela gehen seit 1999 Dinge vor sich, die man an diesem
Ende der Welt für eher unwahrscheinlich hält: ein Präsident wurde demokratisch gewählt, er setzte eine fortschrittliche Verfassung und
49 Gesetze durch und brachte verschiedene Reformen auf den Weg.

Seine Politik überstand sieben Wahlen und Referenden.
Sie ist damit demokratisch mehrfach legitimiert. Doch das
inländische wie das auswärtige Kapital läuft dagegen Sturm.
Es finden Prozesse statt, wie wir sie zu Beginn der 70er Jahre
in Chile erlebten. Bis hin zur Manipulation der Weltmeinung,
die mit bizarren, unwahren Darstellungen angefüttert wird.

Sahra Wagenknecht war mit einem Filmteam in Venezuela unterwegs. Sie interviewte Menschen auf der Straße, sie sprach mit Vertretern der Opposition und der Regierung, auch mit Präsident Chávez selbst.

Aus ihren Gesprächen und Beobachtungen, aus Darstellungen Dritter und kritischen Untersuchungen hat die linke Autorin ein einzigartiges Buch komponiert.

Beiträge stammen von Marta Harnecker, Dario Azzellini,
Ralph T. Niemeyer, Gregory Wilpert und Hugo Chávez.

Sahra Wagenknecht rückt damit nicht nur eine unbemerkte Revolution
in das deutsche Bewußtsein, sondern macht auch deutlich, wie die dort ablaufenden Prozesse ins Weltgeschehen eingreifen. Immerhin ist Venezuela einer der vier wichtigsten Öl-Lieferanten der USA.