Heidi Urbahn de Jauregui
Zwischen den Stühlen
Der Dichter Peter Hacks
272 Seiten, gebunden, 24,90


Die französische Literaturwissenschaftlerin Urbahn de Jauregui, deren Arbeitsschwerpunkte bei Heine und der Literatur der DDR liegen, beschäftigt sich schon seit mehr als 30 Jahren mit dem Dichter Peter Hacks. Sie hat im Laufe der Zeit eine Reihe von Essays verfaßt, die zum großen Teil auch in Deutschland publiziert wurden (Sinn und Form, NDL).

Von Anfang an hat sie Hacks als eine singuläre Erscheinung wahrgenommen und seine hochartifizielle, theoretisch und politisch klar reflektierte Dichtung in ihren besonderen Qualitäten beschrieben als aufklärerisch, als vernunft- und poesie-gesättigt, als staatshumanistisch, vor allem aber als höchsten Genuß gewährend. Diese Eigenschaften durchdringen auch ihre Interpretationen, die sich sowohl mit den Dramen als auch mit Lyrik, Erzählungen und Essayistik befassen. Wenngleich sie Hacks auch persönlich lange kannte, ist ihr Zugang zu seinem Werk doch kein biographischer. Sie gibt mit ihren kenntnisreichen Werkanalysen einen guten Überblick über das poetische Wollen und Wirken des Dichters; ihre Texte, die hier teils neu, teils wieder publiziert werden, stellen insgesamt auch eine hervorragende Einführung in dessen Werk dar.